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Novum in Deutschland: Offizielle Infoschilder weisen aufs Freitagsgebet hin

Novum in Deutschland: Offizielle Infoschilder weisen aufs Freitagsgebet hin

Das oberbayerische Penzberg setzt ein bundesweit wohl einmaliges Zeichen: Neben katholischen und evangelischen Gottesdiensten wird nun auch auf das islamische Freitagsgebet hingewiesen. Im oberbayeris

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14. August 2026
2 Min. Lesezeit
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Das oberbayerische Penzberg setzt ein bundesweit wohl einmaliges Zeichen: Neben katholischen und evangelischen Gottesdiensten wird nun auch auf das islamische Freitagsgebet hingewiesen. Im oberbayerischen Penzberg werden Autofahrer bei der Fahrt in die Stadt künftig auch auf das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde hingewiesen. An den vier Stellen, an den bislang nur auf die Gottesdienste der katholischen und der evangelischen Gemeinde hingewiesen wurde, soll künftig ein drittes Schild für das Freitagsgebet zu sehen sein. Nach Angaben des Penzberger Imams Benjamin Idriz ist dies bundesweit einmalig. „Nach unserem Kenntnisstand handelt es sich tatsächlich um das erste offizielle kommunale Hinweisschild in Deutschland, das gemeinsam mit den Gottesdienstzeiten der katholischen und evangelischen Kirchen auch auf das Freitagsgebet aufmerksam macht“, sagte er. Ein Sprecher der Stadtverwaltung erklärte, dass die Kommune selbst diesbezüglich keinen Überblick habe. Mehrere Medien hatten über das Projekt mit den neuen Infoschildern berichtet. Penzberger islamische Gemeinde überregional bekannt Bislang hat die Stadt an einer Zufahrtsstraße ein entsprechendes Schild für das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde angebracht. An drei weiteren Orten in Penzberg sollen ebenfalls noch entsprechende Hinweistafeln montiert werden. Die Glaubensgemeinschaft Landkreis Weilheim-Schongau zählt zu den bekanntesten islamischen Gemeinden in Bayern. Im Jahr 2019 hatte auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Gemeinde besucht. Für Idriz, der sich in den letzten Jahren auf Social Media einen Namen gemacht und eine große Reichweite aufgebaut hat, ist das neue Schild „ein Zeichen der Wertschätzung, der Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften und der gelebten Religionsfreiheit“. „Gerade in einer Zeit, in der Vorurteile, Hass und Polarisierung zunehmen, senden solche sichtbaren Zeichen eine wichtige Botschaft: Menschen unterschiedlichen Glaubens gehören selbstverständlich zu unserer Gesellschaft und begegnen einander mit Respekt“, betonte der Imam. Nach Angaben der Stadt entstand die Idee, als bei einer Gesprächsrunde zwischen dem Bürgermeister und den Vertretern der verschiedenen Religionen über eine Erneuerung der alten, verblichenen Gottesdienst-Infotafeln geredet wurde. Dabei sollte dann auch eine Tafel für das Freitagsgebet ergänzt werden. dpa/dtj

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