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Historisch: Türkei beim Europa-Gipfel in Armenien dabei

Historisch: Türkei beim Europa-Gipfel in Armenien dabei

Die Türkei schickt erstmals sei Jahren einen hochrangigen Politiker nach Armenien. Für die historisch belasteten Beziehungen ist das ein wichtiges Signal. Erstmals seit fast 20 Jahren ist ein hochrang

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14. August 2026
2 Min. Lesezeit
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Die Türkei schickt erstmals sei Jahren einen hochrangigen Politiker nach Armenien. Für die historisch belasteten Beziehungen ist das ein wichtiges Signal. Erstmals seit fast 20 Jahren ist ein hochrangiger türkischer Politiker nach Armenien gereist. Der türkische Vizepräsident Cevdet Yılmaz nahm am Europa-Gipfel von fast 50 Staats- und Regierungschefs in der armenischen Hauptstadt Eriwan teil. „Es ist von großer Bedeutung, dass ein türkischer Vertreter an einem internationalen Treffen in Armenien teilnimmt“, sagte ein EU-Beamter der Deutschen Presse-Agentur. Der letzte hochrangige Politiker aus der Türkei, der Armenien besuchte, war Ankara zufolge der damalige Präsident Abdullah Gül im Jahr 2008. Normalerweise sind bei dem Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) keine stellvertretenden Staatschefs zugelassen. In diesem Fall sei aber aufgrund des „besonderen Kontextes und des historischen Moments in den armenisch-türkischen Beziehungen“ eine Ausnahme gemacht worden, so der Beamte. Grenzöffnung in Aussicht Das Verhältnis zwischen Ankara und Eriwan war jahrelang konfliktreich. Belastet sind die Beziehungen unter anderem wegen der Massaker an Armeniern im Osmanischen Reich vor mehr als 100 Jahren, die Ankara im Gegensatz zu Eriwan nicht als Völkermord anerkennt. Die Türkei hatte die Landgrenze 1993 zudem aus Solidarität mit ihrem Bruderstaat Aserbaidschan im Konflikt um die Gebirgsregion Bergkarabach einseitig geschlossen. Die beiden Nachbarn unterhalten jedoch seit Ende 2021 wieder diplomatische Kontakte. Türkischen Medienberichten zufolge soll die Landesgrenze Anfang Juni wieder geöffnet werden. Eine Bestätigung aus Ankara lag dazu zunächst nicht vor. Auch die Beziehungen der lange verfeindeten Republiken Armenien und Aserbaidschan im Südkaukasus scheinen sich spürbar zu verbessern. Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev werde virtuell an der Konferenz teilnehmen, so der EU-Beamte. Auch wenn dies nur aus der Ferne geschehe, sei seine Teilnahme von großer Bedeutung. dpa/dtj

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