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Erdoğan-Puppe: Staatsanwaltschaft sieht keinen Grund für Ermittlungen

Nach der stark umstrittenen Aktion mit einer aufgehängten Erdoğan-Puppe in Stockholm wird die schwedische Staatsanwaltschaft in der Angelegenheit vorerst keine Ermittlungen aufnehmen. Er habe beschlossen, keine Voruntersuchungen einzuleiten, bestätigte der Stockholmer Staatsanwalt Lucas Eriksson am

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Von dtj-online17. Januar 2023
2 Min. Lesezeit
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Nach der stark umstrittenen Aktion mit einer aufgehängten Erdoğan-Puppe in Stockholm wird die schwedische Staatsanwaltschaft in der Angelegenheit vorerst keine Ermittlungen aufnehmen. Er habe beschlossen, keine Voruntersuchungen einzuleiten, bestätigte der Stockholmer Staatsanwalt Lucas Eriksson am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Der Zeitung "Aftonbladet" hatte er zuvor gesagt, er denke nicht, dass es sich bei der Aktion um Verleumdung handeln könnte. Es könne aber eine Überprüfung beantragt werden. Was war geschehen? Die Türkei blockiert seit Monaten die Aufnahme Schwedens und Finnlands in die NATO. Zu neuem Zwist in der Sache hatte vergangene Woche eine Protestaktion in der Nähe des Stockholmer Rathauses geführt: Dort wurde eine Puppe an den Füßen aufgehängt, die dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan ähnelte. Die Verantwortlichen sollen zu einer schwedischen Organisation gehören, die sich selbst als "ein Netzwerk für Solidarität und Austausch mit der revolutionären Bewegung in ganz Kurdistan" bezeichnet. Die türkische Regierung reagierte wütend, bestellte Schwedens Botschafter ein und strich einen Besuch des schwedischen Parlamentspräsidenten in Ankara. Sie vermutet die PKK hinter der Aktion. Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson hatte diese ebenfalls verurteilt. Hinsichtlich der NATO-Aufnahme sagte er am Montag auf einer Pressekonferenz mit EU-Ratspräsident Charles Michel in Stockholm, er sei weiterhin sehr überzeugt, dass Schweden "früher oder später" Mitglied werde. Vermutungen über den genauen Zeitpunkt wollte er nicht anstellen. dpa/dtj

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