DTJ – Demokratie. Teilhabe. Journalismus.
Panorama

Spionage: Kölner Taxi-Fahrer gesteht Tätigkeit für die Türkei

Prozessauftakt in Düsseldorf: Im Verfahren um Spionage für türkische Geheimdienste hat der Angeklagte die Vorwürfe der Agententätigkeit eingeräumt. Er hat Gülen-Anhänger ausspioniert. Der Taxifahrer aus Köln gab zum Prozessauftakt am Donnerstag in Düsseldorf über seinen Verteidiger zu, im September

MEHR
Von dtj-online4. November 2022
2 Min. Lesezeit
0% gelesen
Prozessauftakt in Düsseldorf: Im Verfahren um Spionage für türkische Geheimdienste hat der Angeklagte die Vorwürfe der Agententätigkeit eingeräumt. Er hat Gülen-Anhänger ausspioniert. Der Taxifahrer aus Köln gab zum Prozessauftakt am Donnerstag in Düsseldorf über seinen Verteidiger zu, im September 2021 Informationen über zwei in Köln lebende Anhänger der Gülen-Bewegung beschafft und an einen bereits als Agenten verurteilten Türken weitergegeben zu haben. "Ich habe meinem Land nur helfen wollen, aber keinen Ärger gewollt", hieß es in der Erklärung. "Ich war mir nicht im Klaren, welche Auswirkungen das hat." Die türkische Regierung macht die sogenannte Gülen-Bewegung für den Putschversuch in der Türkei von 2016 verantwortlich und geht im eigenen Land gegen Anhänger der Organisation vor. Schusswaffe im Hotelzimmer gefunden Der Staatsschutzsenat hatte dem 47-jährigen Angeklagten im Vorfeld im Gegenzug für ein Geständnis eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt, "die deutlich unter der des bereits verurteilten Ali D. liegt", erklärte der Vorsitzende Lars Bachler. Der 41-jährige D. war zu 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. https://dtj-online.de/tuerkei-spionage-verdacht-duesseldorf-guelen-anhaenger/ Außerdem soll der Angeklagte Ali D. 200 Schuss scharfe Munition verkauft und in seiner Kölner Wohnung übergeben haben. Auch das gab der Beschuldigte am Donnerstag zu. Die Patronen und eine Liste mit Namen und Steckbriefen von Anhängern der Gülen-Bewegung waren im September 2021 in einem Düsseldorfer Hotelzimmer gefunden worden und hatten einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. dpa/dtj

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Newsletter abonnieren

Updates zum Thema „Panorama"

Jederzeit kündbar. Öffnungen und Klicks werden nur aggregiert gemessen; kein individuelles Leseprofil. Datenschutz

Kommentare (0)

Kommentiere diesen Artikel

Mit dem Absenden stimmen Sie der Speicherung Ihres Namens und Kommentars gemäß unserer Datenschutzerklärung zu (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO).

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden technisch notwendige Speicherungen sowie – nur mit Ihrer Einwilligung – Statistik und Externe Medien (z. B. YouTube, Vimeo, Spotify oder X). Marketing wird derzeit nicht verwendet. Nicht-notwendige Dienste werden erst nach Ihrer Wahl aktiviert. Widerruf jederzeit über den Footer-Link. Details in der Datenschutzerklärung und den Cookie-Hinweisen.